Massenkarambolage

Eine Massenkarambolage (auch: Massen- bzw. Serienunfall) ist ein Verkehrsunfall (meist Auffahrunfall), in den sehr viele Fahrzeuge verwickelt sind.

Meistens ereignen sich Massenkarambolagen auf Autobahnen. Ursache der insbesondere bei Nebel, Schneetreiben oder Regen auftretenden Massenkarambolagen sind in der Regel zu hohe Geschwindigkeit und zu geringer Sicherheitsabstand. Insbesondere bei Nebel besteht dabei durch die eingeschränkte Sicht die Gefahr, dass Geschwindigkeiten unterschätzt werden. Auch andere schlechte Sichtverhältnisse sowie unübersichtliche Straßenstellen tragen zu Massenkarambolagen bei.

Bei einem Massenunfall stoßen die einzelnen Autos oft an mehreren Stellen mit anderen Autos zusammen. Diese vielen Zusammenstöße bergen ein hohes Verletzungsrisiko für die Insassen. Des Weiteren sind die Autos oft so stark ineinander verkeilt, dass ein schneller Zugang durch Rettungskräfte zu den Schwerverletzten nicht immer gewährleistet werden kann.

Die mit 259 beteiligten Fahrzeugen und zahlreichen Verletzten bisher größte Massenkarambolage Deutschlands ereignete sich am 19. Juli 2009 auf der Bundesautobahn 2 zwischen Braunschweig und Peine water bag for running.

Am 8. April 2011 ereignete sich auf Grund eines plötzlichen Sandsturms die schwerste Massenkarambolage auf der A19 nahe Kavelstorf in Mecklenburg-Vorpommern, in die rund 80 Fahrzeuge verwickelt waren.

Das große Schadensausmaß kann wichtige Straßen für einige Tage lahmlegen, beispielsweise durch sehr stark beschädigten Asphalt oder demolierte Brücken.

Versicherungstechnisch wurde bislang bei Massenkarambolagen in Deutschland meist eine federführende Gesellschaft bestimmt, die den gesamten Fall abwickelt und die Schadenzahlungen an die Betroffenen und unter den Gesellschaften regelt. 2015 wurde dieses Verfahren vereinfacht: Fahrer und Insassen beteiligter Fahrzeuge können sich bei einer Massenkarambolage jetzt direkt an den jeweiligen Kfz-Haftpflichtversicherer wenden papain as meat tenderizer. Dieser übernimmt die Personen- und Sachschäden des Fahrers und der Insassen sowie die Schäden am Auto.

Dieses vereinfachte Verfahren wird bei einer Fahrzeuganzahl von 40 und mehr angewendet. Bei 20 bis 39 beteiligten Fahrzeugen wird dieses Verfahren ebenfalls angewendet, wenn der Schadenhergang schwer nachzuvollziehen ist. Bis 20 Fahrzeuge wird für gewöhnlich nach Sach- und Rechtslage reguliert.

Das Risiko von Auffahrunfällen kann vermindert werden durch: